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Anleitung: Die eigene Sedcard erstellen

Eine Sedcard ist das Aushängeschild eines jeden Models, die Visitenkarte eines Models. Die Sedcard gibt den Agenturen und Interessenten einen oft entscheidenden ersten Eindruck des Models. Die Sedcard existiert übrigens seit den 60er Jahren und erbte ihren Namen von ihrem britischen Erfinder Sebastian Sed. Die Sedcard hat bis heute Bestand in der Model Branche und ist nicht zuletzt auch bei Topmodel Kandidaten sehr gefragt und nicht mehr aus dem Business wegzudenken. Auf was man bei der Erstellung einer solchen Sedcard achten sollte, verraten wir euch im folgenden.

Übrigens kannst Du Dir bei topmodelforum.de eine eigene kostenlose Online Sedcard erstellen. Mehr dazu erfährst Du in Deinem Mitgliederbereich unter dem Menüpunkt “Dashboard”.

Das Format:
Sedcards haben ein bestimmtes Format, welches man auch nicht verändern sollte. Agenturen haben extra zugeschnittene Regale, in welchen sie die Sedcards ihrer Models verwaren und ausstellen. Hierbei sollte man zwischen zwei Formaten unterscheiden. Im europäischem Raum ist es ganz einfach zu merken. DIN A5 ist hier mit den genormten Maßen von 14,8 cm x 21 cm gefragt. In den USA sieht es etwas anders aus. Die Sedcard hat dort die Standardgröße von 13,97 cm x 21,59 cm. Krumme zahlen? Eigentlich nicht, denn in den USA rechnet man mit Zoll (ein Zoll sind 2,54 cm). Daraus ergeben sich 5,5 Zoll x 8,5 Zoll. Letztendlich sind die Sedcards dort also etwa einen Zentimeter schmaler und einen halben Zentimeter höher.
Man sollte für seine eigene Sedcard demnach das Format nehmen, in welchem Land man sich vorstellen oder bewerben möchte. Es ist also sinnvoll einer Modelagentur mit Sitz in den USA eine Sedcard im US-Format zuzusenden. Hier in Deutschland erwarten die Modelagenturen hingegen Sedcards im DIN A5 Format.

Das Deckblatt:
Das Deckblatt einer Sedcard ist das A und O. Das ist das, was die Agentur oder der Fotograf als erstes in die Hände bekommt und sieht. Wenn das Deckblatt Deiner Sedcard nicht stimmig oder zu unprofessionell wirkt, dann wird Deine Sedcard meist gar nicht weiter beachtet und findet den direkten Weg in den Papierkorb der Agentur. Das ist natürlich das Worst-Case Szenario. Um das zu verhindern sollte man wieder einige Dinge beachten bzw. einhalten.
Von Vorteil ist ein farbiges Bild auf dem Deckblatt Deiner Sedcard. Wenn es z.B. darum geht, dass ein Kunde Models mit blauen Augen oder roten Haaren sucht, ist die Auswahl bei einer farbigen Karte schneller getroffen und für die Agentur einfach praktischer. Schwarz-weiße Sedcards werden meist gar nicht angerührt, da nicht genügend Zeit vorhanden ist um sich die entsprechenden Daten herauszusuchen und zweitens meist genügend andere Models mit einer farbigen Sedcard zur schnellen Auswahl zur Hand sind.
Das Bild auf dem Deckblatt Deiner Sedcard sollte nach Möglichkeit den gesamten Platz ausfüllen. Wichtig ist, dass die Agentur bzw. der Kunde Augenkontakt mit Dir bzw. Deiner Sedcard aufnehmen kann. Man sollte also von Bildern auf denen Du wegschaust abstand nehmen - zumindest auf dem Hauptbild.
Bei der Gestaltung des Deckblatts Deiner Sedcard gilt generell der Grundsatz “weniger ist mehr”. Damit ist natürlich nicht Dein Foto gemeint, sondern eher die Aufmachung und Information drumherum. Das heißt, dass das Hauptbild die Sedcard prinzipiell komplett ausfüllen sollte. Auf einer hellen Stelle des Bilds kannst Du Deinen Namen in einer dunklen Farbe, oder umgekehrt auf einer dunklen Stelle des Bilds in heller Farbe verewigen. Der Name sollte zwar auf den ersten Block erkennbar und deutlich lesbar werden, jedoch nicht vom wesentlichen, nämlich Deinem Foto auf der Sedcard ablenken. Und denkt unbedingt an den Augenkontakt. Euer Bild muss dem Betrachter sympatisch sein. Der erste Einruck zählt.

Material:
Genauso wichtig wie die Fotos auf Deiner Sedcard, ist das Material, welches Du anwendest und die Art der Gestaltung. Hierbei unterscheidet man wiederum zwischen zwei Typen von Sedcards. Es gibt einfache Sedcards, welche über eine Vorder- und eine Rückseite verfügen, sowie etwas komplexere Sedcards, welche ein oder zwei mal aufklappbar sind. Die Sedcards bestehen meist aus etwas dickerem Karton. Denkt also nicht daran ein Blatt Papier zu den Agenturen zu schicken. Die Dicke oder Stärke des Papiers wird in Gramm pro Quadratmeter gemessen (g/m²). Normales Papier, auf welchem Ihr Eure ausdrucke erzeugt hat standardmäßig etwa 80 g/m². Eure Sedcard hingegen solltet Ihr auf Papier mit 3,5-facher Stärke drucken. Schaut euch also nach Papier mit einem Flächengewicht von 280 g/m² für Deine Sedcard um. Und verwendet bitte hochwertiges Papier. Man sollte gerade bei diesem Punkt nicht jeden Cent umdrehen.

Fotos:
Damit eine Modelagentur oder ein Kunde in kürzester Zeit einen möglichst umfassenden Eindruck von Dir bekommt, ist es wichtig auch die Fotos Deiner Sedcard möglichs facettenreich zu gestalten. Solltest Du ein immer wieder gleiches oder ähnliches Posing mit lediglich wechselnden Hintergründen abdrucken, kannst Du Dir sicher sein als einer der Ersten im papierkorb zu landen. Die Begründung fällt mit “zu langweilig” treffend genug aus. Zeig der Modelagentur und den Kunden also direkt was Du drauf hast. Präsentiere Dich bei sportlichen Aktivitäten, im normalen Alltag, in Situationen in denen Du Spaß hast oder wütend oder auch überrascht bist. Zeig was Du mit Deinem Gesicht ausdrücken kannst.
Zum fast schon Plichtprogramm gehören bei den Mädels natürlich die Fotos in Bikini, Unterwäsche oder kurzer Sommermode. Denk aber dran, dass Du letztendlich entscheidest wie viel Du von Dir zeigen möchtest. Auch bei den Herren sind Fotos in enger Boxershort wünschenswert.

farbig oder schwarz-weiß?
Standardmäßig sind die Fotos einer Sedcard auf weißem oder schwarzem Hintergrund. Das heißt, dass Ihr Euer Papier bereits in weiß oder in schwarz kaufen solltet. Die Fotos darauf werden aus kostengründen meist nicht alle in Farbe gedruckt. Die meisten Sedcards sind außen Farbig und innen schwarz-weiß. Bei einer nicht klappbaren Sedcard ist das Foto auf der Vorderseite farbig aufgedruckt, das oder die Bilder auf der Rückseite schwarz weiß.
Sinngemäß gleich verfährt man standardmäßig mit einer klappbaren Sedcard. Hier ist es so, dass ebenfalls die außen liegende Vorderseite mit einem farbigen Foto versehen wird und die “Innereien”, also alle Fotos die innerhalb der Sedcard liegen und nur in schwarz weiß gedruckt werden. Gebt also nicht am falschen Ende Euer Geld aus. Schwarz weiße Fotos innerhalb Eurer Sedcard sind völlig ausreichend.

Auflage:
Die Frage ist natürlich wie viele Sedcards man herstellen soll. Welche Anzahl an Sedcards benötigt man für den Anfang? Ein guter Richtwert für den Einstieg sind 1000 Sedcards. Mit 1000 Sedcards könnt ihr die meisten Agenturen, die Euch wichtig sind, versorgen. Denkt aber daran, dass auch die Sedcards “verschleißen”. Verschleiß bedeutet in diesem Sinne allerdings die Weitergabe von Sedcards durch Agenturen an mögliche Kunden. Das heißt, dass Ihr jetzt nicht nur zwei Sedcards an eine Agentur senden solltet, sondern die Agentur fortwährend mit aktuellen Sedcards versorgen solltet. Hierbei ist es wichtig nicht zu übertreiben. Die Agenturen brauchen auf der einen Seite zwar genügend Material, also Sedcards, von Euch, auf der anderen Seite wollen sie aber auch nicht damit zugeschüttet werden. Bei Fotografen sind die Spielregeln etwas anders. Hier reichen oft zwei bis fünf Sedcards pro fotograf völlig aus.

Daten und Informationen:
Natürlich braucht die Modelagentur nicht nur Eure Fotos, sondern auch handfeste Daten, die sie den Kunden präsentieren will. Nur so kann sich ein Kunde ein genaues Bild von Euch machen und klare Aussagen treffen. Diese Daten sollten, wie oben bereits erwähnt, nicht auf dem Deckblatt bzw. der Vorderseite Eurer Sedcard auftauchen, sondern auf der Rückseite, bei klappbaren Sedcards auf der Innenseite festgehalten werden.
Es ist klar, dass die Modelagenturen sich nicht für Euren Lebenslauf interessieren, sondern die harten Fakten auf dem Tisch haben möchten. Bleibt also beim wesentlichen und setzt nur die folgenden Standarddaten auf die Karte (Denkt daran die Daten im deutschen und amerikanischem Format anzugeben):

  • Körpergrösse
  • Oberweite, Taille, Hüfte
  • BH-Grösse (Unterbrustweite/Cup)
  • Konfektionsgrösse
  • Schuhgrösse
  • Kopfweite
  • Augenfarbe
  • Haarfarbe

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